Meldet sich ein Prüfling spätestens bis zum Abschluss des achten Fachsemesters, d.h. bis zum 31. März (Wintersemester) bzw.30. September (Sommersemester) eines ununterbrochenen Studiums zur Ablegung aller Prüfungsleistungen der staatlichen Pflichtfachprüfung und besteht er die Prüfung nicht, so gilt diese als nicht unternommen (Freiversuch).

Entscheidend ist der Eingang der Meldung bei dem Justizprüfungsamt.

Um den Freiversuch wahrnehmen zu können, müssen sich Prüflinge, die sich zum Ende ihres achten Fachsemesters zur Prüfung anmelden, zum Ende des Wintersemesters spätestens für die Aufsichtsarbeiten im Monat Mai, zum Ende des Sommersemesters spätestens für die Aufsichtsarbeiten im Monat November melden.

Liegen mehr Meldungen vor als Plätze zur Verfügung stehen, entscheidet der Zufall. Der Zeitpunkt der Meldung hat keinen Einfluss auf den Monat der Anfertigung der Aufsichtsarbeiten. Das Verfahren findet erst nach dem 31. März bzw. 30. September statt, so dass eine Meldung kurz vor dem Stichtag keine Vorteile bringt, sondern im Gegenteil das Risiko birgt den Freiversuch zu verlieren, wenn die Meldeunterlagen unvollständig sind und nicht mehr rechtzeitig vervollständigt werden können.
          
Merkblatt zu Freiversuch/Freisemester