Neulandmethode erfordert besondere Aufklärung

Die Einwilligung einer Patientin in eine Operation mit einer neuen, noch nicht allgemein eingeführten Methode (Neulandmethode) ist unwirksam, wenn die Patientin nicht besonders darauf hingewiesen wird, dass es sich um ein neues Verfahren handelt, bei dem auch unbekannte Risiken auftreten können. Die mit einer unwirksamen Einwilligung vorgenommene Operation ist rechtswidrig und kann Schadensersatzansprüche der Patientin begründen. Dies hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm am 23.01.2018 entschieden.

Die Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Hamm vom 20.02.2018 PDF-Dokument, öffnet neues Browserfenster / neuen Browser-Tab informiert über diesen Fall.